Flugblatt mit grünem und gelbem Text zur Abstimmung über Gewerbegebiete, mit Landschaftsfotos von grünen Wiesen und Industriegebieten, mit roten "NEIN!"-Symbolen und ausführlichen Argumenten für die Ablehnung einer Vorlage.

Grünes Signal für einen echten Kompromiss zum Flugplatz

Wenige Tage vor dem Bürgerentscheid haben sich nun auch die Grünen in Offenburg öffentlich positioniert. Und sie tun das mit einer bemerkenswerten Klarheit: Ein Nein zum aktuellen Vorschlag der Stadt – verbunden mit einem Ja zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Das ist kein Widerspruch. Das ist ein Angebot.

Kein Entweder-oder

In der aufgeheizten Debatte wurde oft so getan, als gäbe es nur zwei Optionen:

  • Flugplatz bebauen = wirtschaftsfreundlich
  • Flugplatz erhalten = wirtschaftsfeindlich

Diese Vereinfachung war nie richtig. Die grüne Position zeigt: Man kann Gewerbeentwicklung befürworten und trotzdem sagen, dass der vorliegende Standort nicht überzeugt. Man kann Arbeitsplätze sichern wollen und zugleich wertvolle Freiflächen schützen. Man kann Wachstum wollen – aber mit Maß. Genau hier liegt die Chance.

Warum ein Nein kein Stillstand ist

Ein Nein beim Bürgerentscheid bedeutet nicht: „Es passiert nichts.“ Es bedeutet: Der konkrete Vorschlag ist nicht ausreichend tragfähig. Und das ist legitim. Denn die zentrale Frage lautet doch: Wurde wirklich ergebnisoffen geprüft, wo und wie Offenburg wachsen kann?

Ein Bürgerentscheid ist kein Bauantrag. Er ist eine Richtungsentscheidung. Wenn wir ihn ablehnen, schaffen wir Raum für:

  • bessere Flächenprüfung
  • echte Innenentwicklung
  • Nutzung vorhandener Gewerbebrachen
  • regionale Kooperation mit Augenmaß
  • und eine Lösung, die Natur, Klima und Wirtschaft zusammendenkt

Das ist kein Rückschritt. Das ist Planung auf höherem Niveau.

Zwei Karten von Offenburg mit begleitendem Text in deutscher Sprache. Die linke Karte skizziert ein vorgeschlagenes Industriegebiet; die rechte Karte zeigt einen alternativen Plan, der Natur und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt. Grün und Magenta markieren verschiedene Zonen.

Der eigentliche Kompromiss

Ein tragfähiger Kompromiss könnte so aussehen:

  • Bedarfsgerechte Gewerbeflächen ja
  • Keine vorschnelle Umwandlung eines sensiblen Naturraums
  • Klare Priorität für Innenentwicklung
  • Transparente Bedarfsanalyse
  • Regionale Abstimmung statt Alleingang

Diesen Kompromiss erreichen wir aber nur, wenn der aktuelle Vorschlag nicht durchgewinkt wird. Ein Ja würde Fakten schaffen. Ein Nein schafft Verhandlungsspielraum.

Verantwortung für kommende Generationen

Die Frage am 8. März ist größer als 20 Hektar. Es geht darum, wie Offenburg künftig plant: Reagieren wir unter Zeitdruck? Oder nehmen wir uns die Zeit, langfristig kluge Entscheidungen zu treffen?

Die Position der Grünen zeigt: Es gibt eine breite Bereitschaft, Wirtschaft und Natur nicht gegeneinander auszuspielen.

Jetzt liegt es an uns Bürgerinnen und Bürgern, diese Debatte auf ein neues Niveau zu heben. Ein Nein ist kein Ende.
Es ist der Anfang eines besseren Plans.

Loading

Facebook
LinkedIn
Threads
WhatsApp

Schreibe einen Kommentar


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.