Ein kleines weiß-grünes Flugzeug parkt auf einem Platz mit Kopfsteinpflaster vor einem verzierten Gebäude mit roten Zierleisten und Blumenkästen an den Fenstern. Mehrere Autos sind in der Nähe geparkt.

Einladung zur Informationsveranstaltung am 27. Februar

Wie kritische Fragen denen helfen, die sonst kaum zu Wort kommen. Am Donnerstag, 27. Februar 2026, findet die große Informationsveranstaltung der Stadt Offenburg zum Bürgerentscheid über die Zukunft des Flugplatzes statt. Diese Veranstaltung ist ein zentraler Moment im Vorfeld der Abstimmung. Nicht, weil dort alle Argumente neu wären – sondern weil hier sehr deutlich wird, wer wie viel Raum bekommt, um seine Sicht darzustellen. Wir möchten ausdrücklich dazu einladen, hinzugehen. Zuzuhören. Und sich aktiv einzubringen.

Gleichzeitig möchten wir einen wichtigen Hinweis teilen, der darüber entscheidet, ob kritische Stimmen gestärkt oder weiter geschwächt werden.

Der Ablauf ist nicht ausgewogen – und genau deshalb zählt jede Frage

Nach derzeitigem Stand wird die Stadt die Veranstaltung mit einer umfangreichen Präsentation eröffnen. Anschließend dürfen verschiedene Akteur:innen auf der Bühne sprechen – darunter Vertreter:innen von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden, aber auch zahlreiche Befürworter des Gewerbegebiets aus Verwaltung, Wirtschaft und Institutionen. Die Redezeiten für die kritischen Stimmen sind sehr knapp bemessen.

Das bedeutet: Jede zusätzliche Minute Redezeit ist wertvoll.

An wen Fragen gestellt werden, ist entscheidend

Wer dem geplanten Gewerbegebiet kritisch gegenübersteht, sollte bei der Fragerunde eines bedenken:

👉 Fragen an die Gegner des Gewerbegebiets verlängern deren Redezeit.
👉 Fragen an die Stadt oder an Befürworter verkürzen sie indirekt.

Denn:

  • Wenn kritische Nachfragen vor allem an Stadt, IHK oder Unternehmen gerichtet werden, erhalten diese noch mehr Raum, ihre Position zu wiederholen.
  • Die ohnehin knappen Redezeiten der Kritiker:innen bleiben dadurch unverändert – oder wirken im Verhältnis noch kleiner.

Unser Vorschlag: Kritische Fragen gezielt an die Kritiker richten

Wenn ihr Fragen stellt, dann richtet sie bewusst an diejenigen, die sich gegen das Gewerbegebiet positionieren:

  • an Umweltverbände
  • an Bürgerinitiativen
  • an die Fliegergruppe
  • an zivilgesellschaftliche Vertreter:innen

So ermöglicht ihr:

  • zusätzliche Erläuterungen
  • vertiefende Argumente
  • das Sichtbarmachen von Alternativen

Kurz: mehr Redezeit für die Perspektiven, die sonst untergehen.

Gute Fragen sind ein Akt der Solidarität

Das heißt nicht, dass Fragen an die Stadt oder an Befürworter falsch wären. Aber in einem Format mit strukturellem Ungleichgewicht ist es legitim, strategisch zu handeln. Gute Fragen können:

  • Positionen schärfen
  • Zusammenhänge verständlicher machen
  • Stimmen stärken, die sonst kaum gehört werden

Gerade bei einem Bürgerentscheid, der die Stadt über Jahre prägen wird, ist das kein Trick – sondern demokratische Verantwortung.

Unser Anliegen

Wir wollen keine Unruhe stiften. Wir wollen keine Debatte verzerren. Wir wollen, dass die wenigen kritischen Stimmen auf dieser Bühne nicht auch noch durch gut gemeinte, aber falsch platzierte Fragen geschwächt werden.

Kommt zur Veranstaltung. Hört zu. Und wenn ihr fragt – fragt so, dass diejenigen sprechen können, die sonst zu wenig Raum bekommen.

Wir sehen uns am 27. Februar.

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