Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Schreibtisch mit Papieren und einem Computer und lächeln, während ein freundlicher Roboter mit leuchtenden blauen Augen und Gehirn auf den Bildschirm zeigt. Draußen vor dem Fenster ist es Nacht, der Raum ist warm beleuchtet und gemütlich.

Ja, wir haben eine KI im Team.

Kleine Transparenz-Notiz aus unserem Maschinenraum. In einer Mail an den Gemeinderat ist uns kürzlich ein kleiner Patzer passiert. Unter dem eigentlichen Text blieb noch ein interner Arbeitsvermerk stehen – ein Satz aus unserer Zusammenarbeit mit einer KI. Kurz gesagt: Man konnte sehen, dass wir beim Schreiben Unterstützung nutzen. Nun könnte man das dramatisieren. Oder man sagt einfach ehrlich, wie es ist:

Ja. Wir arbeiten mit KI.

Ehrenamt gegen Kommunikationsabteilungen

Viele der Texte, die wir veröffentlichen – Blogbeiträge, offene Briefe, Stellungnahmen oder Pressemitteilungen – entstehen im Ehrenamt. Abends, nachts oder zwischen zwei Terminen.

Auf der anderen Seite stehen oft:

  • Pressestellen
  • Kommunikationsabteilungen
  • politische Apparate
  • professionelle Kampagnenstrukturen

Wir haben dagegen meist: einen Laptop, Ingwer-Zitronen-Tee – und eine Menge Themen, die uns wichtig sind.

KI ist für uns deshalb kein Ersatz für Denken, sondern schlicht ein Werkzeug.
So wie früher Rechtschreibprogramme, Suchmaschinen oder Layoutsoftware.

Die Gedanken sind trotzdem unsere

Die Inhalte, Argumente und politischen Positionen entstehen weiterhin bei uns.

Die KI hilft nur dabei,

  • Gedanken zu sortieren
  • Texte verständlicher zu machen
  • Varianten auszuprobieren
  • Ideen schneller aufzuschreiben

Das spart Zeit. Und manchmal auch Nerven.

Entscheidungen trifft sie keine. Verantwortung trägt sie auch nicht.

Die liegt weiterhin bei uns.

Vielleicht ist das sogar ganz gut für die Demokratie

Wenn politische Kommunikation immer professioneller wird, stellt sich irgendwann eine einfache Frage:

Wie können Bürgerinitiativen überhaupt noch mithalten?

Werkzeuge wie KI können helfen, dieses Ungleichgewicht ein Stück zu verkleinern. Sie ermöglichen es kleinen Gruppen, ihre Argumente sichtbar zu machen – ohne gleich eine PR-Agentur zu beauftragen.

Der kleine Fehler als Erinnerung

Dass unser Arbeitsvermerk sichtbar geworden ist, sehen wir deshalb eher gelassen.

Er zeigt schlicht, wie Texte heute entstehen.

Politische Debatten werden nicht schlechter, nur weil jemand ein modernes Werkzeug benutzt.

Im Gegenteil.

Schlechter werden sie nur, wenn Argumente fehlen.

Und daran arbeiten wir weiterhin selbst.

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