Während andernorts Weihnachtskarten verschickt werden, haben wir uns dieses Jahr bewusst für etwas anderes entschieden. Etwas, das nicht nur grüßt, sondern etwas auslöst.
In einer kleinen, improvisierten Weihnachtsrunde – zwischen Kartons, Kerzenlicht, Linoldrucken und Kaffeetassen – haben wir in diesen Tagen unsere Weihnachtspost an den Gemeinderat und die Verwaltung gepackt. Das Foto zeigt genau diesen Moment: kein PR-Setting, sondern echtes Ehrenamt, echter Einsatz, echte Diskussionen am Tisch.
Was drin steckt, ist kein Werbegeschenk, sondern eine politische Einladung zum Nachdenken:
Inhalt
Toggle1. Gesellschaftlicher Zusammenhalt – nicht als Schlagwort, sondern als Aufgabe
Alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte erhalten die aktuelle Ausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“.
Nicht, weil sie das nicht kennen – sondern weil wir daran erinnern wollen:
Demokratie ist kein Verfahren. Sie ist eine Beziehung.

2. Unsere Eule – Wachsamkeit in Linolschnitt
Dazu kommt ein originaler Linoldruck der Eule von Betty Wilke.
Die Eule steht für Klarblick, Verantwortung, Aufmerksamkeit.
Für uns ist sie auch ein Symbol dafür, genau hinzuschauen, wo Macht verwaltet wird, wo Beteiligung möglich wäre – und wo sie immer noch blockiert wird.
Jede Eule ist ein Unikat. Genau wie jede politische Entscheidung, die unsere Stadt verändert – im Guten wie im Schlechten.

3. „Weihnachten im Quartier“ – unser Song für die Stadt
Als Drittes liegt unsere Songkarte bei: „Weihnachten im Quartier“ vom Stadtstaub Kollektiv.
Ein Lied über Wärme zwischen Häusern, Licht in dunklen Zeiten und darüber, dass Gemeinschaft nicht verordnet werden kann – sondern entsteht, wenn Menschen sich kümmern.
Der Song ist bewusst öffentlich zugänglich. Wer ihn hört, hört auch, wofür wir stehen:
Zusammenhalt beginnt nicht im Rathaus. Er beginnt im Quartier.

Warum wir das öffentlich machen
Wir machen diese Weihnachtspost bewusst transparent.
Nicht, um jemanden bloßzustellen.
Sondern weil wir finden:
Stadtpolitik braucht Öffentlichkeit.
Und Öffentlichkeit braucht Ehrlichkeit.
Zu oft erleben wir, dass Beteiligung eingefordert, aber nicht ernsthaft gelebt wird. Zu oft wird Engagement gelobt – solange es nicht stört. Diese Weihnachtspost ist deshalb auch eine freundliche, aber klare Erinnerung:
- Stadt gehört nicht nur denen, die entscheiden.
- Demokratie ist mehr als Abstimmen.
- Zusammenhalt ist nichts, was man verwalten kann – man muss ihn ermöglichen.
Unser Wunsch an den Gemeinderat
Wir wünschen uns keine wohlklingenden Weihnachtsgrüße zurück.
Wir wünschen uns:
- mehr Mut zur Beteiligung
- mehr Offenheit für Konflikte
- mehr Vertrauen in die Stadtgesellschaft
Und den Willen, nicht nur über Wandel zu sprechen, sondern ihn gemeinsam zu gestalten.
Die Eule schaut.
Der Song klingt.
Die Broschüre liefert das Fundament.
Was jetzt folgt, liegt nicht mehr bei uns.
![]()


