Am 8. Januar will Oberbürgermeister Marco Steffens in einer Pressekonferenz erklären, ob er für eine zweite Amtszeit kandidiert. Formal ist das eine persönliche Entscheidung. Faktisch ist es der Startschuss für den OB-Wahlkampf 2026.
Denn eines ist offensichtlich:
Wer seine Kandidatur aus dem Amt heraus erklärt, nutzt Bühne, Infrastruktur und Aufmerksamkeit der Stadt. Neutral ist das nicht – auch wenn es gern so verkauft wird.
Die Entscheidung fällt noch vor dem Neujahrsempfang am 11. Januar. Die erste Amtszeit endet im Herbst 2026.
Inhalt
ToggleZwingende Fragen, die jetzt gestellt werden müssen
Wenn diese Pressekonferenz ernst gemeint ist, gehören mindestens folgende Fragen auf den Tisch:
- In welchem Rahmen findet die Pressekonferenz statt?
Städtische Veranstaltung oder private Kandidatenkommunikation? - Wer organisiert, finanziert und kommuniziert sie?
Stadtverwaltung oder Wahlteam? - Wie trennt der OB künftig Amtskommunikation und Wahlkampf?
Gerade mit Blick auf den anstehenden Bürgerentscheid zum Flugplatz. - Welche Rolle spielt der Verwaltungsapparat in den kommenden Monaten?
Und wie wird Chancengleichheit gegenüber anderen Kandidat:innen gewahrt? - Warum so früh – und warum jetzt?
Welche politischen Weichenstellungen stehen unmittelbar bevor?
Diese Fragen sind kein Misstrauen. Sie sind demokratische Hygiene.
Klarer Kontrast
Während der amtierende OB noch abwägt, hat Uli Albicker seine Entscheidung längst getroffen:
für Offenburg, ohne Zögern, ohne taktisches Lavieren.
Das ist kein Detail. Das ist ein Unterschied im politischen Selbstverständnis.
Wir werden diese Pressekonferenz aufmerksam begleiten – und genau hinschauen, wo Amtsgeschäft endet und Wahlkampf beginnt.
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