Die Konferenz für Urban Transformation Design bei einer Einwohnerversammlung in einer Jurte auf dem Platz der Verfassungsfreunde

Außerparlamentarische Opposition – was das für die KfUTD heißt

Die Badische Zeitung hat uns in einem aktuellen Artikel als „außerparlamentarische Opposition“ bezeichnet. Ein großes Wort – mit Geschichte, Bedeutung und auch einer klaren Botschaft. Aber was steckt dahinter?

Ein Blick zurück: Die APO der 1960er-Jahre

Der Begriff Außerparlamentarische Opposition (kurz: APO) entstand in den 1960er-Jahren. Damals bildete die Große Koalition aus CDU und SPD die Regierung – und damit gab es im Parlament kaum noch eine starke Opposition. Viele junge Menschen, Gewerkschaften und Bürgerbewegungen suchten deshalb außerhalb der Parlamente nach Möglichkeiten, ihre Kritik an Politik und Gesellschaft sichtbar zu machen.

Die APO der 1960er stand für Proteste gegen Notstandsgesetze, für mehr Demokratie und für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Sie war unbequem, laut – und sie veränderte nachhaltig das politische Klima in Deutschland.

Und heute: APO in Offenburg?

Wenn uns die Badische Zeitung in diesem Zusammenhang als „außerparlamentarische Opposition“ bezeichnet, steckt darin eine Anerkennung:

  • Wir sind nicht Teil des Gemeinderats – und gerade deshalb frei, unabhängig und ohne Rücksicht auf Fraktionszwänge.
  • Wir sind eine echte Stimme der Bürgerschaft, die dort laut wird, wo Politik und Verwaltung gerne abwiegelt oder beschönigt.
  • Wir verkörpern politischen Druck von außen – und genau das ist in einer Demokratie wichtig. Denn Veränderung geschieht nicht nur in den Sitzungssälen, sondern vor allem auf der Straße, in Initiativen und im Austausch mit den Menschen.

Mehr als ein Etikett

Natürlich kann „außerparlamentarische Opposition“ auch skeptisch klingen: als würde man den offiziellen Wegen ausweichen. Doch wir sehen es als Auszeichnung. Denn was ist Demokratie anderes, als dass Menschen ihre Stimme erheben, wenn sie Missstände sehen?

Solange die Stadt keine messbaren Ziele für mehr Klimaanpassung, mehr Grün und mehr soziale Gerechtigkeit formuliert, bleibt unsere Aufgabe klar:
Wir sind da, um zu mahnen, zu fordern – und notfalls unbequem zu sein.

Unser Selbstverständnis

Wir nehmen den Begriff dankend an. Denn er beschreibt genau das, was die Konferenz für Urban Transformation Design (KfUTD) ausmacht:

  • Wir sind außerparlamentarisch – weil wir unabhängig bleiben wollen.
  • Wir sind Opposition – weil wir uns nicht damit zufriedengeben, wenn Probleme nur verwaltet statt gelöst werden.
  • Und wir sind gestaltend – weil wir Ideen, Vorschläge und konkrete Forderungen einbringen, die Offenburg voranbringen.

Oder, um es zugespitzt zu sagen:
Wir sind die Opposition, die Offenburg dringend braucht – bis Politik und Verwaltung endlich den Mut haben, Klimaschutz und Demokratie ernsthaft anzupacken.

Presse

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