Ein Mann geht an einem sonnigen Tag in einem Wohngebiet auf einem Gehweg, der teilweise durch einen Pfosten und einen großen Sockel versperrt ist, mit einer grünen Mülltonne und geparkten Autos in der Nähe.

Fußverkehrs-Check Offenburg: Gehwege frei, Sicherheit für alle – jetzt mitreden!

Offenburg macht den Fußverkehrs-Check – und wir schauen genau hin

Mit dem Fußverkehrs-Check 2025 will die Stadt Offenburg die Situation für Fußgänger:innen unter die Lupe nehmen. Klingt gut – doch damit dieser Prozess mehr wird als ein Pflichtprogramm, braucht es klare Stimmen aus der Bürgerschaft. Genau das hat Annette Neufang getan: In einem Schreiben an Bürgermeister Martini schildert sie eindrücklich, wie unsicher und eingeschränkt das Gehen in Offenburg vielerorts ist.

Sie beschreibt Probleme, die viele von uns kennen:

  • zu hohe Geschwindigkeiten selbst in Zonen, die eigentlich für den Fußverkehr gedacht sind,
  • Radfahrer:innen, E-Scooter und Geisterradler auf Gehwegen,
  • Autos auf Fusswegen oder halb auf Gehwegen,
  • fehlende sichere Querungen, etwa an der Ortenberger Straße beim Edeka Schirmann.

Das alles ist nicht nur lästig, sondern gefährlich – besonders für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.

Die Position des FUSS e.V.

Als Mitglied im FUSS e.V. – Fachverband Fußverkehr Deutschland bringt sich Annette Neufang in die Debatte ein. Der Verband fordert bundesweit:

  • Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit,
  • konsequent durchgesetzte Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigten Bereichen,
  • sichere Querungen an allen Hauptverkehrsstraßen,
  • mehr Kontrollen gegen Gehwegparken und klare Priorität für den Fußverkehr.

Diese Forderungen sind keine Luxus-Ideen, sondern Grundvoraussetzungen für eine gerechte, klimafreundliche und lebenswerte Stadt.

Ein weißes Auto ist teilweise auf einem Gehweg neben einer Wiese mit blühenden rosa Blumen und einem Straßenschild geparkt. Im Hintergrund sind bei klarem Tageslicht Häuser und Weinberge zu sehen.

Unsere Forderungen an die Stadt Offenburg

Damit der Fußverkehrs-Check 2025 Wirkung zeigt, fordern wir gemeinsam mit FUSS e.V. und engagierten Bürger:innen:

  1. Fußverkehr ernst nehmen – nicht als Nebenthema, sondern als Grundlage der städtischen Mobilität.
  2. Tempo 30 in allen Wohngebieten und Schrittgeschwindigkeit dort, wo Menschen Vorrang haben.
  3. Verbindliche Maßnahmen gegen Gehwegparken: konsequente Kontrollen und Freiräumen blockierter Gehwege.
  4. Sichere Querungen an allen Gefahrenstellen – von der Ortenberger Straße über Schulwege bis zu innerstädtischen Hauptachsen.
  5. Beteiligung in allen Stadtteilen – Workshops auch in der Südoststadt und anderen Quartieren, damit wirklich alle Perspektiven gehört werden.
  6. Transparente Rückmeldung: Alle eingereichten Anregungen müssen dokumentiert und beantwortet werden.

Jetzt ist deine Stimme gefragt!

Der Fußverkehrs-Check lebt davon, dass Menschen ihre Sicht der Dinge einbringen. Wir wissen alle: Auf den Gehwegen Offenburgs gibt es genug zu tun. Doch nur wenn wir uns äußern, kommt das auch in den offiziellen Prozess.

👉 Mach mit beim Workshop, melde dich zu Wort, bring deine Fotos und Beobachtungen ein. Jede Erfahrung zählt – ob du mit Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl oder einfach zu Fuß unterwegs bist.

So machen wir deutlich: Sichere und freie Gehwege sind keine Nebensache, sondern ein Menschenrecht und die Basis einer lebenswerten Stadt.

Termin:

Mittwoch. 17.09.2025, 18 Uhr 30, in der Aula der Erich-Kästner-Realschule

Fazit:

Annette Neufang hat den Anfang gemacht – jetzt kommt es auf uns alle an. Der Fußverkehrs-Check ist eine Chance, Offenburg zu einer Stadt zu machen, in der das Gehen wieder selbstverständlich, sicher und angenehm ist.

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