Das Land Baden-Württemberg hat endlich die Hürden für Schulstraßen und Schulzonen abgebaut. Mit dem neuen Erlass können Kommunen deutlich einfacher Straßen im Umfeld von Schulen für den Autoverkehr sperren – sei es zeitlich begrenzt zu Bring- und Abholzeiten oder dauerhaft in Form von Schulzonen. Teure Gutachten entfallen, der rechtliche Rahmen ist geklärt.
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ToggleWarum das wichtig ist
Jeden Morgen und jeden Mittag dasselbe Bild: verstopfte Straßen vor Schulen, riskante Wendemanöver, Elterntaxis auf Gehwegen. Wer mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Roller unterwegs ist, erlebt diese Situationen als Stress pur. Dabei wissen wir: Kinder brauchen sichere Wege, um eigenständig mobil zu werden. Und jede Fahrt, die zu Fuß oder mit dem Rad gemacht wird, ist ein Gewinn für Klima, Gesundheit und Lebensqualität.
Mit dem neuen Erlass gibt es keine Ausreden mehr: Die Kommunen sind jetzt am Zug.
Was wir von Offenburg erwarten
Wir fordern die Stadtverwaltung auf, die neuen Möglichkeiten umgehend zu prüfen und erste Maßnahmen einzuleiten:
- Gefährliche Schulstandorte identifizieren: An welchen Schulen ist die Verkehrssituation besonders angespannt?
- Schulstraßen einrichten: Morgens und mittags bestimmte Straßenabschnitte für Autos sperren – damit Kinder ohne Gefahr zur Schule kommen.
- Schulzonen entwickeln: Dort, wo Straßen ohnehin nicht gebraucht werden, eine dauerhafte Sperrung für den Autoverkehr. Platz für Menschen, nicht für Blech.
- Pilotprojekt starten: Wenigstens eine Offenburger Schule sollte noch in diesem Schuljahr zur Vorreiterin werden.
Gemeinsam für sichere Schulwege
Eine solche Umgestaltung braucht die Beteiligung aller: Schulen, Eltern, Kinder, Fachverbände wie FUSS e.V. oder ADFC. Aber sie braucht auch den Mut der Stadtverwaltung, endlich die Sicherheit der Kinder über die Bequemlichkeit von Elterntaxis zu stellen.
Andere Städte in Europa zeigen längst, wie es geht. Es ist höchste Zeit, dass Offenburg nicht länger hinterherhinkt, sondern vorne mit dabei ist.
👉 Wir werden das Thema weiter verfolgen und fordern die Stadt auf, sich im Gemeinderat klar zu positionieren: Sichere Schulwege sind kein Luxus, sondern Pflicht.
Siehe auch
- https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-erleichtert-einfuehrung-von-schulstrassen-und-schulzonen
- https://kinderaufsrad.org/
- https://www.vcd.org/artikel/schulstrassen-entspannt-in-den-unterricht
- https://www.vcd.org/artikel/schulstrassen-mehr-sicherheit-und-selbstbestimmte-mobilitaet-fuer-kinder
- https://www.strasse-zurueckerobern.de/anleitungen/mit-schulstrassen-sicher-unterwegs-so-gehts/
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