Dunkle Gewitterwolken ziehen über einer Stadt und den Feldern auf. In der Ferne fällt starker Regen, und ein dunkler, dramatischer Himmel beherrscht die Szene.

Wie zwei ewige Wächter des Status quo Ortenberg von der Zukunft abkoppeln

Ortenberg im Zeitschutzgebiet und wie die Wächter des Immer-So unsere Ortsmitte festnageln – und warum wir das nicht hinnehmen müssen

Stellen wir uns vor, es gäbe in Ortenberg eine kleine Behörde namens Amt für Bewahrung des Immer-So. Dort werden Anträge auf Veränderung bearbeitet — nur montags von 9:03 bis 9:07 Uhr, bitte ohne Ideen. Wer Sicherheit für Kinder, mehr Aufenthaltsqualität oder leise Straßen beantragt, bekommt einen Stempel: „Nicht erforderlich, das war noch nie so.“
Klingt absurd? Willkommen in der Realität, wenn zwei Herren mit viel Vergangenheit und wenig Zukunftsvision wieder erklären, was „die Ortenberger“ angeblich wollen: nämlich nichts verändern.

Ortenberg ist keine Insel

Ortenberg lebt vom Kommen und Gehen: junge Familien, ältere Menschen, Radfahrende, Gäste, Touristen, Kundschaft für Eisdiele, Bäcker, Gastronomie. Der öffentliche Raum gehört allen, die ihn nutzen — nicht nur denen, die ihn am liebsten als Durchfahrtsstrecke sehen.

Die Umgehung ist da – warum fahren wir noch durchs Dorf wie auf einer Bundesstraße?

Für die strittigen Straßen existiert längst eine komfortable Umgehung. Niemand muss mit 50 km/h durchs Zentrum rauschen. Genau deshalb ist mehr Verkehrsberuhigung keine Ideologie, sondern schlicht kluge Ortsentwicklung.

Tempo 30 als Feigenblatt

Ein Beispiel, das alles sagt: Tempo 30 vor der Schule – erst wenige Meter vor der Schule, und dann nur werktags 7–17 Uhr. Danach und am Wochenende: wieder 50. Wer so reguliert, setzt kein Sicherheitskonzept um, sondern hängt ein Trostpflaster hin.

Bürgerwille? Gab’s schon — wurde abgeräumt

Bereits bei der Einwohnerversammlung 2022 gab es kräftigen Applaus für weitergehende Verkehrsberuhigung. Beschlossen wurde: nichts. Nicht, weil die Leute es nicht wollten, sondern weil oben geblockt wurde. So macht man Orte starr – und unattraktiv.

Unser Stadtplan ist kein Dogma, sondern eine Einladung

Der interaktive Stadtplan zeigt: Es muss nicht so bleiben, wie es ist. Er ist ein Gesprächsangebot, keine Endentscheidung. Wer mehr Platz zum Gehen, sichere Querungen, ruhigere Straßen oder grüne Aufenthaltsorte will, kann das sichtbar machen. Wer andere Ideen hat, genauso. Demokratie beginnt nicht mit dem Beschluss, sondern mit der sichtbaren Debatte.

Worum es wirklich geht

  • Sicherheit für Kinder, Ältere und alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.
  • Lebendige Ortsmitte statt Durchfahrtslärm.
  • Wirtschaft, die profitiert, weil Menschen gern bleiben statt nur durchfahren.
  • Klimaanpassung und Lebensqualität, die man spürt – nicht nur in Broschüren.

Solange die ewigen Wächter des Status quo Wandel als Angriff brandmarken, bleibt Ortenberg im Standstreifen stehen — während andere längst Richtung Zukunft unterwegs sind. Ortenberg könnte längst Zukunft sein – wenn es nicht noch immer von gestern regiert würde.

Mach mit: Trage deine Idee hier ein und zeig, wie dein Ortenberg aussehen soll – nicht irgendwann, sondern jetzt.

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