Warum die Wünsche der Menschen endlich ernst genommen werden sollten
Bei unserer letzten Aktion wurde es erneut deutlich: Auch in Ortenberg wünschen sich die Menschen Veränderungen – vor allem im Straßenraum. Unser großer Stadtplan zum Mitmachen wurde nicht nur bestaunt, sondern auch aktiv beklebt: Mit Symbolen für Tempo 30, sichere Querungen, öffentliche Toiletten, Spielplätze und Treffpunkte. Diese Sticker stehen stellvertretend für das, was viele bewegt: Mehr Sicherheit, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Miteinander.
Besonders auffällig: Gleich mehrere Hinweise auf Tempo 30 / Tempo 20 – mitten im Ortskern. Genau dort also, wo der vorherige Bürgermeister bei der Neugestaltung des Zentrums bewusst darauf verzichtet hatte, die zulässige Höchstgeschwindigkeit anzupassen. Die Straße wurde erneuert, das Pflaster getauscht – aber der Charakter als Durchfahrtsstraße blieb. Ein echtes Versäumnis in Zeiten, in denen Verkehrssicherheit, Klimaanpassung und Lebensqualität höchste Priorität haben müssten.
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ToggleBürgerwille statt Betonpolitik
Was der Stadtplan zeigt: Der Wunsch nach Veränderung ist da. Und zwar ganz konkret. Die Menschen vor Ort wissen genau, wo es hakt. Sie wünschen sich sichere Schulwege, bessere Querungsmöglichkeiten, weniger Durchgangsverkehr – und eine Gestaltung, die auch Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mitdenkt.
Die „großen“ Verkehrsplanungen werden oft als kompliziert und technokratisch dargestellt. Doch die Wünsche der Menschen sind einfach: Tempo runter, Lebensqualität rauf.
Jetzt ist die Zeit für mutige Entscheidungen
Die aktuelle Diskussion um mehr Klimaschutz, gesunde Orte und gerechtere Mobilität macht auch vor Ortenberg nicht Halt. Die Chancen für einen echten Wandel stehen gut – wenn Politik und Verwaltung zuhören und handeln. Wir laden dazu ein, den Stadtplan weiter zu nutzen, sich einzubringen, und konkrete Vorschläge zu machen.
Denn wie heißt es so schön: Veränderung beginnt vor der eigenen Haustür.
Deine Ideen für Ortenberg – jetzt auch digital
Unser begehbarer Stadtplan lebt weiter – ab sofort auch digital. Hier kannst du deine Ideen direkt auf einer interaktiven Karte eintragen. Markiere gefährliche Stellen, schlag neue Fußwege, Zebrastreifen oder Aufenthaltsorte vor und zeige, wie dein Ortenberg lebenswerter werden kann.
Jede Stimme zählt – mach mit, denn nur gemeinsam gestalten wir den Wandel.
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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter mutmaßlicher Verfasser „Ralph“,
mit Interesse habe ich Ihre am 9.8.2025 unter https://kfutd.de/aspekte/auch-ortenberg-will-wandel/?fbclid=IwY2xjawMEFJxleHRuA2FlbQIxMQABHpfXe2cfmmH91IH770ZnWCft6GjK4KrIG6BUezSCy9Iz7u7qerACUBAu502Y_aem_iwWWes4MwiV5CDlJoWuvoQ#Buergerwille_statt_Betonpolitik zu findende Veröffentlichung „Auch Ortenberg will Wandel“ zur Kenntnis genommen.
Nach meinem Verständnis haben Sie oder eine andere Person ein paar Aufkleber auf eine Straßenkarte von Ortenberg geklebt, hierunter die Verkehrszeichen „30“ und „20-Zone“. Ein Foto dieser Straßenkarte sowie eine mit den gleichen Symbolen versehene digitale Version derselben lockern den Fließtext Ihrer Publikation auf.
Im Fließtext stellen Sie dann – abstellend auf die auf dieser Straßenkarte angebrachten Aufkleber bzw. Symbole – unter anderem die Behauptung auf, auch in Ortenberg wünschten sich die Menschen Veränderungen – vor allem im Straßenraum. Ihre (selbst erstellte) Straßenkarte „zeige“ einen Wunsch nach Veränderung. Der vorherige Bürgermeister (!) habe es sträflich unterlassen, über die (nachweislich erfolgreichen) verkehrsberuhigenden baulichen Gestaltungsmaßnahmen hinaus Geschwindigkeitsbeschränkungen anzuordnen. Sie suggerieren ferner, es gebe nur unzureichende Querungshilfen, die Schulwege seien zudem unsicher.
Zunächst fällt auf, dass Ihr Verkehrszeichen „30“ auf einer Strecke der Offenburger Straße angebracht ist, auf der die Geschwindigkeit bereits seit mehr als vier Jahren auf 30 km/h beschränkt ist. Wer auch immer diesen Aufkleber bzw. dieses Symbol angebracht hat, war entweder seit 2019 nicht mehr in Ortenberg. Oder aber er möchte zur Unterfütterung des offenkundig bezweckten Narrativs beim Leser vorsätzlich den falschen Eindruck erwecken, in der Offenburger Straße bestünde Handlungsbedarf.
Querungshilfen oder Schulwege werden auf Ihrer Karte gar nicht thematisiert.
Ferner weise ich darauf hin, dass in Baden-Württemberg nicht der Bürgermeister über die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen oder andere Maßnahmen zur Beschränkung des fließenden Verkehrs entscheidet, sondern der Gemeinderat.
Dieser wiederum wurde im Sommer 2024 neu gewählt. Hierbei hat sich erneut gezeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Ortenbergerinnen und Ortenberger zufrieden mit der aktuellen Situation ist und eben gerade keine ideologiegetriebenen weiteren Einschränkungen des (motorisierten) fließenden (Individual-)Verkehrs wünscht: Die beiden Kandidaten, die im Wahlkampf programmatisch für weitere Beschränkungen des (motorisierten) fließenden Verkehrs eingetreten sind, haben den Einzug ins Gremium mit großem Abstand verpasst. Hingegen sind Kandidaten, die sich ausdrücklich gegen weitere ideologisch getriebene Verkehrsbeschränkungen ausgesprochen haben, hierunter der Unterzeichner und dessen Fraktion, aus dem Stand mit sehr guten Wahlergebnissen ausdrücklich für das Vertreten ihres Standpunktes belohnt worden.
Unabhängig von all dem belegen auch in objektiver Hinsicht die vorhandenen Zahlen und Daten (Langzeit-Geschwindigkeitsmessungen an mehreren relevanten Stellen der Ortsdurchfahrt, Lärmuntersuchungen), dass weitere Verkehrsbeschränkungen schlicht nicht erforderlich sind.
Fazit:
– Die von Ihnen geforderte Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h im Bereich der Schule (Offenburger Straße) ist bereits seit 2020 umgesetzt.
– Eine weitere Geschwindigkeitsbeschränkung im Zuge der weiteren Ortsdurchfahrt ist objektiv nicht erforderlich, da die umgesetzten baulichen Gestaltungsmaßnahmen äußerst erfolgreich zu einer quantitativen Reduzierung des Durchgangsverkehrs, zu einer Senkung des Geschwindigkeits- und Geräuschniveaus und zu einer sehr erheblichen Verbesserung von Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität geführt haben.
– Die weit überwiegende Mehrheit der Ortenbergerinnen und Ortenberger wünscht schlichtweg keine weiteren Verkehrsbeschränkungen. Dies insbesondere dann nicht, wenn diese auf Initiative von außen und aus offenkundig rein ideologischen Gründen umgesetzt werden sollen.
Ich weiß, dass ich für viele Ortenbergerinnen und Ortenberger spreche, wenn ich vor dem Hintergrund all dessen an Sie und Ihre Mitstreiter, auch an die wenigen (wenn auch noch nicht sehr lange) selbst in Ortenberg lebenden, appeliere, von weiteren ideologiegetriebenen und von Falschbehauptungen getragenen Einmischungen von außerhalb in innerkommunale Ortenberger Angelegenheiten abzusehen.
Gerne stehe ich für einen persönlichen Meinungsaustausch zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Basil Speier
Lieber Herr Speier, vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar. Sie sprechen eine Sorge an, die viele bewegen: Warum Veränderung, wenn doch alles so bleiben kann, wie es ist? Wir verstehen diese Haltung – denn Komfort kennt man, Wandel bedeutet Ungewissheit. Aber genau deshalb sind unsere Aktionen wichtig: nicht, um zu belehren, sondern um sichtbar zu machen, dass es nicht so bleiben muss. Der Stadtplan mit den Menschen und Ideen aus Ortenberg ist kein repräsentativer Spiegel, aber er ist ein Fenster – und Fenster öffnen Perspektiven.
Veränderung beginnt oft mit kleinen Impulsen: ein Weg, der sicherer erscheint; ein Ort, der sich durch weniger Verkehr ruhiger anfühlt. Wenn Menschen erleben, dass Alternativen zu Stau, Lärm und Abgasen möglich sind, verändert sich der Blick. Dann beginnt ein Prozess – und der ist notwendig.
Sie haben zurecht darauf hingewiesen, dass solche Aktionen Einzelmeinungen zeigen – aber jede große Bewegung begann einst mit Einzelstimmen. Und wir brauchen heute mehr denn je Stimmen, die sagen: Ja, es darf anders werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, und vielleicht ergibt sich ein Dialog über konkrete Schritte, die wir gemeinsam denken können.
Vernunft statt Ideologie!
Freiheit statt Gängelung!
https://ortenberg.de/de/rathaus-service/bauen-und-planen/tempo-30-in-der-hauptstrasse.php
… ach ja:
Bürgerwille? Selbstverständlich! Was den sonst?
Aber Gemeininteresse statt Egoismus!