Veranstaltungsplakat mit grünen Illustrationen von zwei Menschen, die sich gegenüberstehen, Stacheldraht und einer Stadtlandschaft. Im Text geht es um die Bedeutung von Gaza, das Erzählen von Geschichten und einen Vortrag am 26. Januar 2026 in Offenburg. Enthält Amnesty-Logo und QR-Code.

Was bedeutet Gaza für uns – und welche Verantwortung haben wir hier in Offenburg?

Die Bilder aus Gaza sind allgegenwärtig. Gewalt, Leid, Sprachlosigkeit. Viele Menschen reagieren mit Rückzug, andere mit schnellen Schuldzuweisungen. Doch jenseits politischer Schlagworte bleibt eine unbequeme Frage: Was hat das alles mit uns zu tun – hier in Offenburg?

Genau dort setzt unser nächster Abend in der Reihe „Wem gehört die Stadt?“ an. Nicht als Podium, nicht als Schlagabtausch, sondern als Erzählung und Gespräch. Mota und Hadas bringen ihre persönlichen Lebensgeschichten aus Palästina und Israel mit – Erfahrungen, die nicht abstrakt sind, sondern biografisch, widersprüchlich, verletzlich. Es geht nicht darum, Recht zu behalten. Es geht darum, zuzuhören.

Denn globale Konflikte bleiben nicht „dort“. Sie wirken hier weiter:
in unseren Schulen, Nachbarschaften, Vereinen, Diskussionen.
in der Frage, wie wir über Menschen sprechen – und wie schnell wir sie auf Seiten festlegen.
in der Art, wie wir mit Schmerz umgehen, der nicht unserer ist, uns aber trotzdem betrifft.

Verantwortung beginnt nicht mit einer Außenpolitik, sondern mit Haltung.
Mit der Frage, wie wir Räume schaffen, in denen Menschen sprechen können, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Wie wir Differenz aushalten, ohne sie zu eskalieren. Und wie wir Menschenrechte nicht nur dann hochhalten, wenn sie politisch bequem sind.

Offenburg ist Teil einer globalen Welt. Das ist keine Floskel. Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten leben hier, arbeiten hier, ziehen Kinder groß. Wenn wir über Gaza sprechen, sprechen wir auch über unser Zusammenleben vor Ort. Über Solidarität, über Sprache, über Grenzen – und über die Verantwortung, Konflikte nicht weiter zu verhärten, sondern Verständigung möglich zu machen.

Dieser Abend wird keine einfachen Antworten liefern. Aber er kann etwas anderes leisten: Orientierung, Menschlichkeit und die Erinnerung daran, dass Zuhören ein politischer Akt ist.

Wer glaubt, das gehe uns nichts an, irrt.
Wer glaubt, man könne dazu nichts sagen, auch.
Und wer bereit ist, hinzuhören, übernimmt Verantwortung.

Weitere Infos zur Veranstaltung hier…

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