Die Bilder aus Gaza sind allgegenwärtig. Zerstörung, Aushungerung, Genozid. Viele Menschen reagieren mit Rückzug, andere mit schnellen Schuldzuweisungen. Was beide Haltungen vermeiden, ist die Frage: Was hat das alles mit uns zu tun – hier in Offenburg?
Genau dort setzt unser nächster Abend in der Reihe „Wem gehört die Stadt?“ an. Mota und Hadas bringen ihre persönlichen Lebensgeschichten aus Palästina und Israel mit – Erfahrungen unter sehr asymmetrischen Machtverhältnissen. Es geht darum, die Realität von Besatzung und Existenz als Widerstand kennenzulernen.
Deutschland benennt einen UN-anerkannten Genozid nicht als solchen und lässt dementsprechende Handlungen vermissen. Diese Ignoranz wirkt hier weiter: In unseren Schulen, Vereinen, Diskussionen. In der Frage, wessen Schmerz wir anerkennen und wessen nicht, welchen Schmerz wir erst verursacht haben. Und wie wir Menschenrechte nicht nur dann hochhalten, wenn sie politisch bequem sind.
Offenburg ist Teil einer globalen Welt. Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten leben und arbeiten hier, ziehen Kinder groß. Inwieweit sind die Auswirkungen des Geschehens in Gaza für uns alle spürbar – politisch, wirtschaftlich, zwischenmenschlich?
Dieser Abend möchte Orientierung durch konkrete Geschichten geben. Er ist auch die Erinnerung daran, dass Zuhören – als erster Schritt – ein politischer Akt ist.
Wer glaubt, das gehe uns nichts an, irrt.
Wer glaubt, man könne dazu nichts sagen, auch.
Und wer bereit ist, hinzuhören, übernimmt Verantwortung.
Weitere Infos zur Veranstaltung hier…
![]()


