Die KfUTD formuliert ihre Ziele für die Stadt der Zukunft. In den vergangenen Jahren haben wir uns mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftigt. Mit Straßenbäumen und Hitzeschutz. Mit Fußverkehr und Mobilität. Mit Bürgerbeteiligung und Demokratie. Mit Bildung, Kultur und sozialer Gerechtigkeit.
Von außen betrachtet mögen diese Themen zunächst wenig miteinander zu tun haben.
Doch je länger wir uns mit der Zukunft unserer Stadt beschäftigen, desto deutlicher wird: Sie gehören zusammen.
Die Frage, wie wir uns fortbewegen. Die Frage, wie wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen. Die Frage, wem der öffentliche Raum gehört. Die Frage, wie politische Entscheidungen getroffen werden. Die Frage, ob Menschen unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft an der Stadtgesellschaft teilhaben können.
All diese Fragen entscheiden darüber, wie lebenswert unsere Städte künftig sein werden.
Deshalb haben wir die Offenburger Erklärung für lebenswerte, klimaresiliente und demokratische Städte formuliert.
Inhalt
ToggleMehr als eine Sammlung einzelner Forderungen
Die Konferenz für Urban Transformation Design entstand aus konkreten Auseinandersetzungen vor Ort. Aus Diskussionen über Straßenbäume. Aus dem Einsatz für sichere Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad. Aus dem Wunsch nach mehr Transparenz und echter Bürgerbeteiligung.
Dabei wurde immer deutlicher, dass einzelne Projekte allein nicht ausreichen.
Wer nur über Verkehr spricht, ohne über Klimaresilienz nachzudenken, greift zu kurz.
Wer nur über Klimaanpassung spricht, ohne soziale Fragen zu berücksichtigen, wird keine dauerhaften Lösungen finden.
Wer nur über Demokratie spricht, ohne den öffentlichen Raum zu betrachten, übersieht einen wichtigen Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Die Offenburger Erklärung soll deshalb sichtbar machen, welche gemeinsamen Werte und Ziele hinter unserer Arbeit stehen.
Offenburg ist nicht allein
Bei der Arbeit an der Erklärung haben wir festgestellt, dass viele unserer Überlegungen längst Teil internationaler Debatten sind.
In ganz Europa beschäftigen sich Städte mit ähnlichen Fragen:
- Wie können wir unsere Städte an zunehmende Hitze anpassen?
- Wie schaffen wir kurze Wege im Alltag?
- Wie stärken wir den Fußverkehr?
- Wie erhalten wir Grünflächen und biologische Vielfalt?
- Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker an Entscheidungen beteiligt werden?
- Wie gestalten wir eine sozial gerechte Transformation?
Programme wie die europäische Initiative „Driving Urban Transitions“, die Leipzig-Charta oder die Diskussion um die 15-Minuten-Stadt zeigen, dass diese Themen überall an Bedeutung gewinnen.
Die Herausforderungen sind global.
Die Antworten entstehen vor Ort.
Ein lebendiges Dokument
Wir verstehen die Offenburger Erklärung nicht als fertiges Programm und nicht als abschließende Wahrheit.
Sie ist ein Angebot zur Diskussion.
Ein Ausgangspunkt für Gespräche darüber, wie wir in Zukunft leben möchten.
Wir laden Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen, Wissenschaft, Verwaltung und Politik ein, die Erklärung zu lesen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Denn die Transformation unserer Städte wird nicht von einzelnen Organisationen gestaltet.
Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung für ihre Nachbarschaften, ihre Straßen und ihre Stadt übernehmen.
Von der Vision zur Praxis
Die Offenburger Erklärung beschreibt nicht nur eine Zukunftsvision.
Viele ihrer Grundsätze prägen bereits heute unsere Arbeit.
Sie finden sich wieder in unseren Projekten zum Schutz des Stadtgrüns, in den Diskussionen um die Weingartenstraße, in den Aktionen für besseren Fußverkehr, in unseren Einwohnerversammlungen, in der Arbeit für mehr Transparenz und in unserem Engagement für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.
Die Erklärung fasst zusammen, was uns verbindet:
Die Überzeugung, dass lebenswerte Städte nicht zufällig entstehen.
Sie werden von Menschen gestaltet.
Gemeinsam.
Die Offenburger Erklärung lesen
Die vollständige „Offenburger Erklärung für lebenswerte, klimaresiliente und demokratische Städte“ findest Du ab sofort unter dem Menüpunkt „Ziele“ auf unserer Website.
Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und Ideen zur Weiterentwicklung.
Die Zukunft unserer Städte ist kein fertiger Plan. Sie ist eine gemeinsame Aufgabe.
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