Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Die Diskussion ist eigentlich vorbei. Die Evaluation zur Fahrradstraße Zeller Straße zeigt schwarz auf weiß, was viele längst wussten: Wenn man dem Radverkehr Raum gibt, funktioniert es.
Mehr Sicherheit. Mehr Menschen auf dem Fahrrad. Mehr Lebensqualität. Und trotzdem passiert: zu wenig.
Inhalt
ToggleDer Beweis ist da
Die Ergebnisse sind eindeutig:
- Der Radverkehrsanteil hat sich verdoppelt bis verdreifacht
- Die Straße ist sicherer geworden
- Radfahren ist komfortabler und schneller
- Fußgänger:innen haben mehr Platz und weniger Konflikte
- Der Verkehr ist leiser geworden
Kurz gesagt: Die Ziele wurden erreicht. Alle. Das ist kein Experiment mehr. Das ist ein funktionierendes Modell.
Was jetzt nicht mehr geht
Was jetzt nicht mehr funktioniert, sind Ausreden. Nicht:
- „Wir müssen das erstmal testen“
- „Wir brauchen noch mehr Daten“
- „Die Akzeptanz ist unklar“
All das ist erledigt. Wer jetzt bremst, entscheidet sich bewusst gegen:
- sichere Straßen
- klimafreundliche Mobilität
- eine lebenswerte Stadt
Und damit auch gegen das, was im eigenen Masterplan Verkehr 2035 längst beschlossen wurde.
Einzelmaßnahme reicht nicht
Eine Fahrradstraße allein verändert noch kein System. Was wir brauchen, ist ein Netz. Und vor allem: ganze Fahrradzonen. Das bedeutet:
- weniger Durchgangsverkehr in Wohnquartieren
- sichere Wege für Kinder und ältere Menschen
- echte Alternativen zum Auto
- Straßen, die wieder Lebensraum sind
Die Zeller Straße zeigt, wie es gehen kann. Jetzt muss das auf andere Stadtteile übertragen werden.
Die eigentliche Frage
Die Frage ist nicht mehr:
Funktioniert das?
Die Frage ist:
Warum passiert so wenig, obwohl es funktioniert?
Unsere klare Forderung
Offenburg muss jetzt handeln. Zügig und konsequent:
- Weitere Fahrradstraßen planen und umsetzen
- Erste Fahrradzonen in Wohnquartieren einrichten
- Den Masterplan Verkehr nicht nur zitieren, sondern umsetzen
- Den Umweltverbund endlich priorisieren – nicht nur auf dem Papier
Verkehrswende ist keine Theorie
Die Zeller Straße ist der Beweis: Veränderung ist möglich. Und sie wirkt. Jetzt kommt es darauf an, ob die Stadt den Mut hat, daraus Konsequenzen zu ziehen. Oder ob sie weiter im Klein-Klein verharrt.
Wir sagen klar:
Es reicht nicht, zu wissen, was funktioniert.
Man muss es auch tun.
Und zwar jetzt.
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