Nun ist auch Ulrich Albicker im Offenburger Stadtbild sichtbar. Am Dienstag hat das Team des parteilosen Oberbürgermeisterkandidaten mit der Plakatierung für die bevorstehende OB-Wahl begonnen. Nach Julian Christ und Tobias Benz ist Albicker damit der dritte Kandidat, dessen Wahlplakate in der Stadt hängen.
Eines der ersten Plakate bekam dabei einen durchaus symbolischen Platz: direkt vor dem Salmen. Dort tagt der Offenburger Gemeinderat – und dort könnte Albicker künftig als Oberbürgermeister gemeinsam mit den Stadträtinnen und Stadträten über die Entwicklung der Stadt beraten und entscheiden.
Das Ziel vor Augen – passender könnte der Standort für den Auftakt der Plakatierung kaum sein.
Albicker setzt bei seiner Kampagne bewusst nicht nur auf das klassische Kandidatenfoto. Neben einem zurückhaltend gestalteten Porträtplakat hängen in Offenburg mehrere künstlerisch gestaltete Motive. Sie greifen Themen auf, die für seine Vorstellung von Stadtpolitik stehen: gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vielfalt, Frauenrechte, Teilhabe, kinderfreundliche Stadträume und eine Stadt, die für alle Menschen lebenswert sein soll.
Besonders das Motiv „Vielfalt verbindet“, das nun unmittelbar vor dem Salmen hängt, bringt einen zentralen Gedanken seiner Kandidatur auf den Punkt: Unterschiede gehören zu einer lebendigen Stadtgesellschaft. Menschen haben unterschiedliche Interessen, Erfahrungen und Vorstellungen davon, wie sich Offenburg entwickeln soll. Politik muss diese Unterschiede nicht wegmoderieren, sondern mit ihnen umgehen und daraus tragfähige Entscheidungen entwickeln.
„Ein Oberbürgermeister muss nicht nur die Menschen vertreten, die ohnehin seiner Meinung sind. Seine Aufgabe ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus Lösungen für die ganze Stadt zu entwickeln“, sagt Albicker.

Mit der Plakatierung beginnt für sein Team nun die sichtbarste Phase des Wahlkampfs. Dabei sollen die unterschiedlichen Motive mehr sein als bunte Wahlwerbung. Sie zeigen Themen und Haltungen, über die in den kommenden Wochen diskutiert werden soll.
„Eine Stadt braucht unterschiedliche Meinungen. Entscheidend ist nicht, dass am Ende alle einer Meinung sind, sondern dass wir trotz unserer Unterschiede gemeinsam handlungsfähig bleiben“, sagt Albicker. „Dafür braucht es Respekt, klare Entscheidungen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.“
So ist das erste Plakat vor dem Salmen durchaus als augenzwinkernder Ausblick zu verstehen: Heute hängt Ulrich Albicker noch draußen am Laternenmast. Sein Ziel ist es, nach der Wahl drinnen am Ratstisch Platz zu nehmen.
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