Die rechtsextreme NPD hat für Samstag eine Kundgebung auf dem Offenburger Lindenplatz angekündigt. Unter dem vermeintlich harmlosen Motto „Fahrt für die Familie“ richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich gegen queere Menschen und gegen die gesellschaftliche Vielfalt. Das wollen und werden wir in Offenburg nicht unwidersprochen stehen lassen.
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ToggleGegenkundgebung auf dem Lindenplatz
Gemeinsam mit den Omas gegen Rechts Offenburg ruft die Konferenz für Urban Transformation Design (KfUTD) deshalb kurzfristig zu einer friedlichen Gegenkundgebung auf:
Samstag, 5. September 2026
12 bis 14 Uhr
Lindenplatz Offenburg
Unser Motto lautet:
„Offenburg bleibt bunt – Familien sind vielfältig!“
Da wir erst sehr kurzfristig von der angekündigten NPD-Veranstaltung erfahren haben, wurde unsere Gegenkundgebung als Eilversammlung angezeigt.

Familie ist vielfältig
Familie lässt sich nicht auf ein einziges Lebensmodell reduzieren. Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, füreinander sorgen und einander Rückhalt geben.
Dazu gehören verheiratete und unverheiratete Paare, Familien mit einem Elternteil, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Pflege- und Adoptivfamilien, Familien mit und ohne Kinder sowie viele weitere Formen des Zusammenlebens.
Wer behauptet, nur ein bestimmtes Modell sei eine „richtige“ Familie, grenzt Menschen aus. Wer queere Menschen als Bedrohung darstellt, verteidigt keine Familien, sondern benutzt den Begriff Familie als Vorwand für Abwertung und Ausgrenzung.
Dem setzen wir ein anderes Bild entgegen: ein buntes, offenes und solidarisches Offenburg, in dem Menschen verschieden sein dürfen und dennoch selbstverständlich dazugehören.
Ein friedliches und deutliches Zeichen
Unsere Gegenkundgebung soll friedlich, vielfältig und unübersehbar sein. Wir wollen der rechtsextremen Inszenierung nicht den öffentlichen Raum überlassen.
Bringt deshalb Freund:innen, Nachbar:innen und Familien mit. Bringt Regenbogenfahnen, selbst gemalte Plakate, Musik und gute Laune. Gemeinsam zeigen wir, dass Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt in Offenburg nicht verhandelbar sind.
Dabei geht es nicht um eine direkte Konfrontation. Es geht darum, sichtbar und hörbar zu widersprechen – demokratisch, friedlich und entschlossen.
Weitere Bündnispartner:innen willkommen
Die Gegenkundgebung wird bislang von den Omas gegen Rechts Offenburg und der KfUTD getragen. Wir laden weitere Vereine, Initiativen, Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und engagierte Menschen ausdrücklich dazu ein, sich dem Bündnis anzuschließen und den Aufruf mitzutragen.
Gerade weil die Zeit knapp ist, brauchen wir jetzt viele Menschen, die die Einladung weitergeben und am Samstag auf den Lindenplatz kommen.
Offenburg ist vielfältig. Unsere Familien sind vielfältig. Und gemeinsam sorgen wir dafür, dass Hass und Ausgrenzung nicht unwidersprochen bleiben.
Bildquellen
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