Wir hatten auf den dritten Platz gehofft. Am Ende ist es für Ulrich Albicker bei der Offenburger Oberbürgermeisterwahl Platz vier geworden: 1.601 Stimmen, 7,6 Prozent. Die Stichwahl haben Tobias Benz und Julian Christ erreicht.
Natürlich hätten wir uns mehr gewünscht. Als die Ergebnisse am Sonntagabend vor dem Rathaus auf der Leinwand erschienen, mussten wir unsere Hoffnungen mit der Wirklichkeit abgleichen. Das gehört zu einer Wahl dazu. Wir wollen dieses Ergebnis nicht schönreden.
Und trotzdem haben wir angestoßen. Vor dem Rathaus und anschließend bei unserer Wahlparty in der Sichtbar. Auf Uli, auf unsere Unterstützer und auf das, was wir gemeinsam in Bewegung gebracht haben.
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ToggleUnsere Themen sind angekommen
Ulis Kandidatur entstand aus Gesprächen im Umfeld der Konferenz für Urban Transformation Design. Uns verbindet der Wunsch, dass sich in Offenburg etwas bewegt: beim Schutz unserer Bäume, bei der Anpassung an die zunehmende Hitze, bei selbstbestimmter Mobilität, bezahlbarem Wohnen und einer Demokratie, in der Menschen tatsächlich mitgestalten können.
Wir haben erlebt, dass diese Themen im Wahlkampf angekommen sind. Sie wurden diskutiert, Kandidaten mussten Stellung beziehen, und Fragen nach der Zukunft unserer Stadt bekamen Raum.
Das ist ein Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit. Allerdings steht noch in den Sternen, was davon nach der Wahl übrig bleibt. Ein Thema im Wahlkampf aufzugreifen ist leichter, als später Prioritäten zu verändern, Geld bereitzustellen und Konflikte auszuhalten. Genau darauf werden wir schauen.
Danke für diesen gemeinsamen Weg
1.601 Menschen haben Uli ihre Stimme gegeben. Dafür danken wir euch.
Unser Dank gilt ebenso allen, die diesen Wahlkampf möglich gemacht haben: denen, die Plakate aufgehängt, Gespräche geführt, Veranstaltungen vorbereitet, Ideen eingebracht und ihre Zeit gegeben haben. Und denen, die uns ermutigt, kritisch begleitet oder einfach im richtigen Moment zum Lachen gebracht haben.
Wir haben in diesen Wochen viel gearbeitet. Wir haben diskutiert, improvisiert und manchmal gezweifelt. Dabei ist eine Gemeinschaft entstanden, die über diesen Wahlabend hinausreicht. Auch darauf haben wir angestoßen.
Die Stichwahl ist offen – unsere Unterstützung auch
Am 25. Oktober entscheiden die Wähler zwischen Tobias Benz und Julian Christ. Beide werden nun auch um die Menschen werben, die sich im ersten Wahlgang für Uli entschieden haben.
Eine automatische Zuordnung zu einem politischen Lager gibt es dabei nicht. Eine Stimme für Uli war eine Stimme für seine Kandidatur und für das Vertrauen, das Menschen ihm entgegengebracht haben. Jede und jeder entscheidet selbst, was daraus für die Stichwahl folgt.
Auch wir werden unsere Position erst finden müssen. Dafür zählt, wie die beiden Kandidaten mit unseren Anliegen umgehen: Welche konkreten Schritte schlagen sie vor? Welche Zusagen machen sie? Und wie wollen sie die Menschen einbeziehen, die sich seit Jahren für Veränderungen in Offenburg einsetzen?
Wir sind bereit, zuzuhören und nachzufragen. Unsere Unterstützung ist nicht selbstverständlich.
Wir bleiben dran
Unsere Arbeit hat lange vor dieser Kandidatur begonnen. Sie geht weiter.
Die Bäume brauchen Schutz. Die Stadt braucht wirksame Antworten auf die Hitze. Menschen brauchen sichere Wege, bezahlbaren Wohnraum und Möglichkeiten, ihre Stadt mitzugestalten. Diese Aufgaben bleiben – unabhängig davon, wer künftig im Rathaus sitzt.
Heute sagen wir deshalb: Danke, Uli. Danke an alle, die diesen Weg mit uns gegangen sind.
Wir haben auf mehr gehofft. Wir haben trotzdem gefeiert. Und wir bleiben dran.
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