Uli hört zu: Haltung zeigen, Menschen zusammenbringen
Nicht alle Wünsche an einen Oberbürgermeister drehen sich um Straßen, Schulen oder Bauprojekte. Manche richten sich an den Menschen, der dieses Amt ausüben soll. Welche Haltung bringt er mit? Kann er zuhören? Kann er Menschen zusammenführen? Hat er den Mut, auch in schwierigen Zeiten Orientierung zu geben?
Frank hat genau diese Gedanken in einer Diskussion auf Facebook mit uns geteilt. Er wünscht sich einen Oberbürgermeister, der unabhängig denkt, mit den Menschen spricht, Empathie zeigt und Entscheidungen mit Sachverstand trifft. Gleichzeitig verbindet er damit den Wunsch nach einer friedlichen Gesellschaft und einer konsequenten Bekämpfung von Kriminalität.
Uli antwortet
Lieber Frank,
vielen Dank für deine offenen Gedanken. Ich glaube, jede und jeder bringt andere Erwartungen an einen Oberbürgermeister mit. Manche wünschen sich einen guten Verwalter, andere einen Gestalter oder einen Vermittler.
Mir ist wichtig, dass ein Oberbürgermeister zunächst einmal den Menschen dient – nicht einer Partei, einer Ideologie oder einzelnen Interessengruppen. Gute Entscheidungen entstehen nicht dadurch, dass man schon vorher alle Antworten kennt, sondern dadurch, dass man zuhört, unterschiedliche Sichtweisen ernst nimmt und bereit ist, Kompromisse zu suchen.
Gerade in einer Zeit, in der viele Debatten immer härter geführt werden, wünsche ich mir einen respektvollen Umgang miteinander. Wir müssen nicht immer derselben Meinung sein. Aber wir sollten miteinander sprechen, statt übereinander.
Die Fragen von Frieden, internationaler Politik oder der Ausrichtung der Bundeswehr werden nicht im Offenburger Rathaus entschieden. Trotzdem kann eine Stadt einen Beitrag leisten: indem sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt, Städtepartnerschaften pflegt, Begegnungen ermöglicht und zeigt, dass Demokratie vom Dialog lebt.
Beim Thema Kriminalität bin ich überzeugt: Die Menschen müssen sich in Offenburg sicher fühlen können. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit mit Polizei, Justiz, Ordnungsdienst und sozialen Einrichtungen. Straftaten müssen konsequent verfolgt werden. Gleichzeitig sollten wir auch die Ursachen in den Blick nehmen und dort handeln, wo Prävention helfen kann, Kriminalität gar nicht erst entstehen zu lassen.
Ich wünsche mir eine Stadt, in der Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern. Eine Stadt, die Probleme offen anspricht und gemeinsam nach Lösungen sucht.
Mein Ziel ist es, ein Oberbürgermeister für alle Offenburgerinnen und Offenburger zu sein – unabhängig davon, wen sie gewählt haben oder welche Meinung sie vertreten. Denn nur gemeinsam können wir unsere Stadt erfolgreich weiterentwickeln.
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