Ein bärtiger Mann spricht bei einer Veranstaltung im Freien in ein Mikrofon, hinter ihm hängen Zeichnungen von Bäumen. Er trägt ein T-Shirt und ein Namensschild und blickt auf dem Foto nach links. Das Bild ist in Schwarz-Weiß.Quelle: Uwe Nestlen | All Rights Reserved

Uli hört zu: Sicherheit für Frauen ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Ob Frauen und Mädchen sich in einer Stadt frei und sicher bewegen können, ist ein wichtiger Maßstab für ihre Lebensqualität. Sicherheit entsteht nicht zufällig. Sie braucht Aufmerksamkeit, gute Zusammenarbeit und den Willen, Probleme ernst zu nehmen.

In der aktuellen Serie des Offenburger Tageblatts wünscht sich Barbara Amhofer, dass Offenburg beim Schutz von Frauen und Mädchen eine Vorreiterrolle einnimmt und dieses Thema zu einer klaren Priorität macht.

Uli antwortet

Liebe Barbara,

vielen Dank für deinen Wunsch. Ich teile deine Überzeugung: Jede Frau und jedes Mädchen muss sich in Offenburg zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlen können. Das ist keine Nebensache, sondern eine grundlegende Aufgabe unserer Stadt.

Dabei geht es um mehr als einzelne Maßnahmen. Sicherheit beginnt bei einer guten Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Polizei, Bundespolizei, Ordnungsdienst, Beratungsstellen, Frauenhäusern, Schulen und sozialen Einrichtungen. Niemand kann diese Aufgabe allein lösen.

Genauso wichtig ist die Gestaltung unserer öffentlichen Räume. Gut beleuchtete Wege, übersichtliche Plätze, belebte Straßen und attraktive Aufenthaltsorte tragen dazu bei, dass Angsträume gar nicht erst entstehen. Sicherheit muss bei jeder Planung mitgedacht werden – vom Bahnhof über Parks bis hin zu Fuß- und Radwegen.

Mir ist aber noch etwas anderes wichtig: Wir müssen den Erfahrungen der Betroffenen zuhören. Nicht jede Unsicherheit taucht in einer Kriminalitätsstatistik auf. Wenn Frauen bestimmte Orte meiden oder Umwege in Kauf nehmen, weil sie sich unwohl fühlen, dann ist das ein deutliches Signal, das wir ernst nehmen müssen.

Ich möchte deshalb regelmäßig mit Frauen, Mädchen, Fachstellen und Sicherheitsbehörden ins Gespräch kommen und gemeinsam prüfen, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen tatsächlich wirken.

Mein Ziel ist eine Stadt, in der niemand seine Freiheit einschränken muss, weil er sich unsicher fühlt. Offenburg soll eine Stadt sein, in der Respekt, Prävention und eine gute Stadtgestaltung zusammenwirken – damit Sicherheit für alle selbstverständlich wird.

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