Eine lebenswerte Stadt erkennt man oft an den kleinen Dingen. Sind die Wege sauber? Fühlt man sich in Parks und Grünanlagen wohl? Gibt es eine Infrastruktur, die es den Menschen leicht macht, Verantwortung zu übernehmen?
In der aktuellen Serie des Offenburger Tageblatts wünscht sich Angela Gewinner mehr Hundekotbeutel-Spender in Offenburg. Sie verbindet damit den Wunsch nach einer sauberen und hundefreundlichen Stadt, von der letztlich alle profitieren.
Uli antwortet
Liebe Angela,
vielen Dank für deinen Wunsch. Ich finde, er macht deutlich, dass Stadtentwicklung nicht nur aus großen Bauprojekten besteht. Oft sind es gerade die kleinen, praktischen Dinge, die den Alltag angenehmer machen.
Hundehalterinnen und Hundehalter tragen Verantwortung dafür, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen. Gleichzeitig sollte die Stadt die Voraussetzungen schaffen, damit das möglichst einfach gelingt. Gut erreichbare Hundekotbeutel-Spender und ausreichend Abfallbehälter gehören deshalb für mich zu einer guten öffentlichen Infrastruktur.
Dabei geht es nicht nur um Menschen mit Hund. Saubere Gehwege, Parks und Grünanlagen kommen allen zugute – Familien mit Kindern, Spaziergängern, älteren Menschen und Gästen unserer Stadt.
Mir ist aber noch etwas anderes wichtig: Eine saubere Stadt entsteht nicht allein durch mehr Ausstattung oder häufigere Reinigung. Sie entsteht vor allem dort, wo Menschen Verantwortung für ihren gemeinsamen Lebensraum übernehmen. Die Stadt kann gute Rahmenbedingungen schaffen – gepflegt bleibt sie nur, wenn wir alle unseren Beitrag leisten.
Deshalb sollten wir immer wieder fragen: Wo fehlen Angebote? Wo können wir Abläufe verbessern? Und wie schaffen wir es, dass Rücksichtnahme und Eigenverantwortung selbstverständlich werden?
Mein Ziel ist ein Offenburg, in dem sich Menschen gerne aufhalten – sauber, gepflegt und lebenswert. Eine Stadt, in der Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Denn Lebensqualität beginnt oft bei den kleinen Dingen des Alltags.
„Eine gute Stadt erkennt man nicht nur an ihren großen Visionen. Man erkennt sie auch daran, wie gut sie die kleinen Herausforderungen des Alltags löst.“
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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
Ich wünsche mir weniger Hunde! Vor allem in Parks und ohne Leine.
Öffentliche Toiletten (für Menschen) wären nice.
Alles für den Dackel!1! Nicht!
Aber ja – im Grunde wie Uli sagt: Gemeinsam Verantwortung übernehmen!