Eine Gruppe von Menschen, darunter Kinder und Erwachsene, hält in einem Park einen bunten Fallschirm hoch, während andere zuschauen. Im Hintergrund sind an einem sonnigen Tag Bäume und Gebäude zu sehen.

Uli hört zu: Familien brauchen kurze Wege

Ob eine Stadt familienfreundlich ist, entscheidet sich oft nicht an großen Projekten, sondern im Alltag. Wie weit ist der Weg zur Kita? Gibt es einen schattigen Spielplatz? Ist eine öffentliche Toilette in der Nähe? Solche Fragen bestimmen, wie Familien ihre Stadt erleben.

In der aktuellen Serie des Offenburger Tageblatts wünscht sich Anna-Maria Fidan eine wohnortnahe Kinderbetreuung, mehr öffentliche Toiletten und bessere Aufenthaltsbedingungen auf Spielplätzen.

Uli antwortet

Liebe Anna-Maria,

dein Wunsch zeigt sehr deutlich, dass Familienpolitik immer auch Stadtplanung ist.

Kinder sollten möglichst dort aufwachsen können, wo sie leben. Kurze Wege zur Kita und später zur Grundschule erleichtern nicht nur den Alltag der Eltern. Sie geben Kindern die Möglichkeit, Freundschaften im eigenen Wohnumfeld aufzubauen und stärken das Miteinander im Quartier.

Natürlich lässt sich nicht jeder Wunsch sofort erfüllen. Aber das Ziel sollte klar sein: Wohnortnahe Betreuung muss bei der Planung von Kindertagesstätten ein wichtiger Maßstab sein. Familien sollten nicht jeden Morgen quer durch die Stadt fahren müssen.

Auch dein zweiter Punkt ist wichtig. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, weiß, wie entscheidend öffentliche Toiletten sein können. Sie gehören genauso zu einer familienfreundlichen Stadt wie sichere Wege oder gut ausgestattete Spielplätze.

Und schließlich der Hitzeschutz: In den vergangenen Wochen haben wir erlebt, wie belastend heiße Sommertage geworden sind. Auf vielen Spielplätzen fehlt es noch immer an natürlichem Schatten. Sonnensegel können eine Übergangslösung sein – aber langfristig brauchen wir große Bäume. Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebung und machen Spielplätze dauerhaft angenehmer.

Für mich gehören all diese Themen zusammen. Eine familienfreundliche Stadt ist eine Stadt mit kurzen Wegen, sicheren Spielräumen, ausreichend Grün und einer Infrastruktur, die den Alltag erleichtert.

Mein Ziel ist Offenburg als Stadt der kurzen Wege. Eine Stadt, in der Kinder wohnortnah aufwachsen können, Familien gute Bedingungen vorfinden und öffentliche Räume so gestaltet sind, dass sie auch an heißen Sommertagen gerne genutzt werden. Denn wenn wir unsere Stadt für Kinder gut machen, machen wir sie für alle Menschen lebenswerter.

Bildquellen

  • ChatGPT Image 10. Nov. 2025, 13_55_44: © https://kfutd.de | All Rights Reserved
  • eule logo kfutd spenden: © https://kfutd.de | CC BY-NC 4.0 International
Facebook
LinkedIn
Threads
WhatsApp

Schreibe einen Kommentar


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.