Ein Mann mit einem Rucksack steht neben einem großen Elektrofahrrad; um ihn herum sitzen Menschen an Picknicktischen, und ein Kind läuft in der Nähe in einer von Bäumen beschatteten Außenanlage umher.Quelle: Uwe Nestlen | All Rights Reserved

Uli hört zu: Rücksicht macht den Unterschied

Mobilität verändert sich. Immer mehr Menschen sind mit dem Fahrrad oder dem E-Scooter unterwegs. Das ist grundsätzlich eine gute Entwicklung – sie kann aber nur gelingen, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer sicher fühlen und die geltenden Regeln respektieren.

In der aktuellen Serie des Offenburger Tageblatts wünscht sich Wolfgang Ehrle, dass Regelverstöße von Rad- und E-Scooter-Fahrern konsequenter geahndet werden. Besonders ältere Menschen, Familien und Menschen mit Behinderung sollen sich wieder sicherer in der Innenstadt bewegen können.

Uli antwortet

Lieber Wolfgang,

vielen Dank für deinen Wunsch. Ich kann gut nachvollziehen, was dich bewegt. Wer zu Fuß unterwegs ist, muss sich darauf verlassen können, dass Regeln eingehalten werden. Niemand sollte Angst haben, auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone von einem Fahrrad oder E-Scooter überrascht zu werden.

Rücksicht ist keine Frage des Verkehrsmittels. Sie gilt für alle – für Autofahrer, Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Fußgänger gleichermaßen.

Deshalb gehört für mich auch dazu, dass bestehende Regeln kontrolliert und bei bewussten Verstößen konsequent durchgesetzt werden. Regeln verlieren ihre Wirkung, wenn sie dauerhaft ignoriert werden.

Gleichzeitig sollten wir uns fragen, warum solche Konflikte überhaupt entstehen. Oft fehlen klare und sichere Verkehrsführungen. Wo sich Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer denselben Raum teilen müssen, kommt es zwangsläufig häufiger zu Unsicherheiten. Gute Stadtplanung kann viele dieser Konflikte vermeiden, bevor sie entstehen.

Mein Ziel ist deshalb eine Innenstadt, in der sich alle sicher bewegen können. Fußgänger brauchen geschützte Räume. Radfahrer brauchen sichere und gut erkennbare Verbindungen. Und überall dort, wo sich Wege kreuzen, braucht es gegenseitige Rücksicht und eindeutige Regeln.

Am Ende geht es nicht darum, einzelne Gruppen gegeneinander auszuspielen. Die meisten Menschen sind je nach Situation selbst einmal Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer oder Fahrgast im Bus. Wir alle wünschen uns dasselbe: sicher und entspannt an unser Ziel zu kommen.

Mein Ziel ist ein Offenburg, in dem Mobilität verbindet statt trennt. Eine Stadt, in der gute Planung, gegenseitiger Respekt und eine faire Durchsetzung der Regeln dafür sorgen, dass sich Menschen jeden Alters sicher bewegen können – zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder dem Auto.

„Wer sich sicher fühlt, bewegt sich entspannter. Gute Verkehrspolitik misst sich deshalb nicht daran, wie schnell wir vorankommen, sondern daran, wie sicher und respektvoll wir miteinander unterwegs sind.“

Bildquellen

  • Strassenbaumfest Originale – 48 von 186: Uwe Nestlen | All Rights Reserved
  • ChatGPT Image 10. Nov. 2025, 13_55_44: © https://kfutd.de | All Rights Reserved
  • eule logo kfutd spenden: © https://kfutd.de | CC BY-NC 4.0 International
Facebook
LinkedIn
Threads
WhatsApp

Schreibe einen Kommentar


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.