Wirtschaftliche Erfahrung, psychologisches Wissen, internationale Perspektive und die Fähigkeit, Menschen zuzuhören: Ulrich Albicker bringt eine Verbindung von Kompetenzen mit, die Offenburg gut gebrauchen kann. Wir finden, dass seine Qualifikation im Wahlkampf mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn an ihr lässt sich erklären, warum wir ihm zutrauen, unsere Stadt in eine gute Zukunft zu führen.
Wer Oberbürgermeister werden will, muss erklären können, wie er eine Verwaltung führt, mit öffentlichen Mitteln umgeht und unterschiedliche Interessen zusammenbringt. Er braucht Urteilsvermögen, Lernfähigkeit und eine Vorstellung davon, wohin sich die Stadt entwickeln soll. An diesen Anforderungen messen wir Ulrich Albicker. Wir unterstützen seine Kandidatur, weil uns die Verbindung aus seiner Erfahrung, seiner Haltung und seinem Zukunftsbild überzeugt.
Ulis beruflicher Weg führt mitten hinein in die Wirtschaft. Nach seinem veröffentlichten Lebenslauf arbeitet er seit 2008 bei der inomed Medizintechnik in Emmendingen und ist dort als Director Sales Asia & Pacific tätig. Zuvor übernahm er Aufgaben im Vertrieb und Marketing bei Sutter Medizintechnik sowie in der Geschäftsentwicklung bei NEC Computers International in Paris. Sein akademischer Hintergrund umfasst Wirtschaftspsychologie, einen MBA in International Business Consulting an der Hochschule Offenburg und interreligiöse Studien. Hinzu kommt nach seinen Angaben ein Lehrauftrag für Konfliktmanagement an der Hochschule Offenburg.[1]
Das ist eine bemerkenswerte Kombination. Wirtschaftliches Denken fragt nach Ressourcen, Organisation und Ergebnissen. Psychologisches Wissen hilft, Wahrnehmungen, Motivation und das Verhalten von Menschen zu verstehen. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Perspektiven öffnet den Blick für eine vielfältige Gesellschaft. Für uns passen diese Zugänge zu einer Aufgabe, bei der Zahlen, Menschen und politische Verantwortung täglich zusammenkommen.
Seine berufliche Verantwortung ist auch außerhalb seiner eigenen Vorstellung dokumentiert. Das Magazin der Hochschule Offenburg berichtete bereits 2011 über ihn als Diplom-Psychologen, MBA-Absolventen und Fachbereichsleiter Neurochirurgie bei inomed. In dieser Funktion nahm er den Innovationspreis Baden-Württemberg im Namen des Unternehmens entgegen. Ausgezeichnet wurde ein von inomed entwickelter Mikro-Neuro-Stimulator.[2] Der Bericht macht greifbar, in welchem beruflichen Umfeld Uli Verantwortung übernommen hat: an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und medizinischer Anwendung.
Für Offenburg ist diese Erfahrung aus unserer Sicht wertvoll. Wir wünschen uns an der Stadtspitze jemanden, der betriebliche Herausforderungen versteht, sich in komplexe Zusammenhänge einarbeitet und mit Unternehmen ebenso ins Gespräch kommt wie mit Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Eine gute Wirtschaftspolitik muss erkennen, welche Bedingungen Betriebe und Beschäftigte brauchen und wie daraus langfristiger Nutzen für die Stadt entsteht.
Dazu gehört für uns auch ein sorgfältiger Umgang mit Geld. In seinem Redemanuskript zur offiziellen Kandidatenvorstellung beschreibt Uli, wie er Investitionen beurteilen möchte: einschließlich der späteren Kosten für Betrieb, Personal, Energie und Instandhaltung. Er will Prioritäten offenlegen und bei großen Projekten regelmäßig zeigen, was geplant war, was ausgegeben wurde und welche Gesamtkosten zu erwarten sind. Sein Maßstab „Mehr Wirkung für jeden Euro“ verbindet finanzielle Verantwortung mit der Frage, was eine Ausgabe tatsächlich verbessert.
Ebenso entscheidend ist die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen. In einer Stadt treffen berechtigte Interessen aufeinander. Menschen brauchen Wohnungen, Betriebe Entwicklungsmöglichkeiten, Kinder sichere Wege und ältere Menschen erreichbare Angebote. Über Fläche und Geld wird gestritten. Wer diese Stadt führen will, muss die Interessen hinter den Forderungen verstehen, Gemeinsamkeiten suchen und anschließend Entscheidungen begründen können.
Wie Uli an solche Gespräche herangeht, haben wir selbst erlebt. In einer Diskussion über Sicherheit fragte er gezielt eine junge Frau nach ihrer Erfahrung. Sie beschrieb, dass sie abends beleuchtete und belebte Wege bevorzugt und dafür auch Umwege geht. Dadurch wurde etwas sichtbar, das in einer Debatte über zusätzliche Kontrollen leicht untergeht: Sicherheit hängt auch davon ab, wie wir unsere Stadt gestalten und ob Menschen sich im öffentlichen Raum gegenseitig begegnen.
Für uns zeigt diese Szene eine wichtige Qualität. Uli schafft Raum für eine Perspektive, die das Gespräch weiterbringt. Er hört so zu, dass daraus eine genauere Vorstellung des Problems entstehen kann. Diese Fähigkeit wünschen wir uns auch im Rathaus: gegenüber Beschäftigten, gegenüber Initiativen und gegenüber Menschen, die ihre Anliegen selten öffentlich vortragen.
Auch bei unserer Fußverkehrsaktion mit dem großen Stadtplan nahm er sich Zeit für konkrete Alltagserfahrungen: schwierige Querungen, Hindernisse, unsichere Wege.[3] Solche Gespräche helfen, politische Ziele am Leben der Menschen zu überprüfen. Ob eine Stadt funktioniert, zeigt sich schließlich auch daran, ob jemand mit dem Rollator zum Einkaufen kommt oder ein Kind seinen Schulweg selbstständig bewältigen kann.
Dabei verbindet Uli den Blick auf den Alltag mit einer langfristigen Richtung. In seinem Redemanuskript beschreibt er ein Offenburg mit kurzen Wegen, schattigen Plätzen, bezahlbaren Wohnungen, sicheren Schulwegen und lebendiger Kultur. Wirtschaftliche Stärke und Lebensqualität gehören darin zusammen. Beteiligung soll früh genug beginnen, damit die Erfahrungen der Menschen Planungen tatsächlich verbessern können.
Für uns liegt gerade in dieser Verbindung seine besondere Qualifikation: Er kann ein Zukunftsbild formulieren und zugleich danach fragen, wie Entscheidungen organisiert, finanziert und gemeinsam getragen werden.
Die Leitung einer Kommunalverwaltung wäre für Uli eine neue Aufgabe. Zu einer ehrlichen Einschätzung gehört das dazu. Er müsste sich in Verwaltungsabläufe vertiefen, die Fachkenntnis der Beschäftigten einbeziehen und tragfähige Mehrheiten im Gemeinderat gewinnen. Seine bisherigen Qualifikationen sind dafür eine Grundlage; bewähren müsste er sich im Amt an konkreten Ergebnissen.
Wir trauen ihm diesen Schritt zu. Weil wir wirtschaftliche Erfahrung und gesellschaftliche Verantwortung bei ihm zusammenfinden. Weil er unterschiedliche Perspektiven ernst nimmt. Und weil sein Entwurf für Offenburg erkennen lässt, wofür er diese Fähigkeiten einsetzen möchte.
Wir wollen eine Stadt, in der mehr Menschen selbstbestimmt leben können, in der Veränderung gemeinsam gestaltet wird und in der Entscheidungen auch für die nächste Generation tragen. Ulrich Albicker bringt dafür aus unserer Sicht eine überzeugende Kombination aus Wissen, Erfahrung und Haltung mit. Sie verdient es, im Mittelpunkt der Diskussion über seine Kandidatur zu stehen.
Quellen und Grundlagen:
[1] Ulrich Albicker: veröffentlichter Lebenslauf und Vorstellung, abgerufen am 24. September 2026. Angaben zur aktuellen Funktion, den Studienabschlüssen und dem Lehrauftrag stammen aus seiner Selbstdarstellung.
[2] Hochschule Offenburg, Magazin campus, Winter 2011/12, Seite 65. Der Innovationspreis wurde dem Unternehmen verliehen; Albicker nahm ihn in dessen Namen entgegen.
[3] KfUTD: Man sieht auf diesem Stadtplan sehr genau, wo Offenburg wehtut, 15. Juni 2026.
Weitere Grundlagen: vorliegendes Redemanuskript vom 22. September 2026 sowie Ralph Fröhlichs Schilderung der Gesprächsrunde zum Thema Sicherheit vom 19. September 2026. Die Bewertung der Eignung ist die politische Einschätzung der KfUTD.
Meta-Beschreibung: Was qualifiziert Ulrich Albicker für das Offenburger Rathaus? Ein Blick auf Wirtschaftserfahrung, Konfliktmanagement und sein Zukunftsbild für die Stadt.
Bildquellen
- UA-4: © https://kfutd.de | All Rights Reserved
- ChatGPT Image 10. Nov. 2025, 13_55_44: © https://kfutd.de | All Rights Reserved
- eule logo kfutd spenden: © https://kfutd.de | CC BY-NC 4.0 International



