Zu sehen ist ein Spielplatz mit Rutschen und Klettergeräten auf Sand. Im Vordergrund ist ein rotes Graffiti auf dem Pflaster zu sehen, auf dem „82 °C“ steht, was auf die Oberflächentemperatur in der Sonne hindeutet. Im Hintergrund spenden Bäume etwas Schatten.Quelle: © https://kfutd.de | CC BY-NC 4.0 International

Uli hört zu: Die kleinsten Bürger brauchen den größten Schutz

Wenn wir über Hitzeschutz sprechen, denken viele zuerst an ältere Menschen. Doch auch Kinder leiden unter den immer heißeren Sommern. Sie können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren, verbringen viel Zeit im Freien und sind darauf angewiesen, dass Erwachsene ihre Umgebung entsprechend gestalten.

In der aktuellen Serie des Offenburger Tageblatts schildert eine Offenburger Mutter genau diese Erfahrung. Sie wünscht sich mehr schattige Aufenthaltsorte für Familien und einen besseren Hitzeschutz – sowohl in der Innenstadt als auch in den Kindertagesstätten.

Uli antwortet

Liebe Hanna,

dein Wunsch macht deutlich, worum es beim Hitzeschutz eigentlich geht: nicht um ein paar zusätzliche Bäume, sondern um die Lebensqualität der Menschen.

Gerade Kinder brauchen Orte, an denen sie auch an heißen Tagen spielen, sich bewegen und ausruhen können. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, kennt das Problem: Es fehlt oft an Schatten, an Wasser und an Plätzen, an denen man einfach einmal durchatmen kann.

Dabei wissen wir längst, dass Hitze kein Ausnahmeereignis mehr ist. Heiße Sommer gehören inzwischen zu unserem Alltag. Deshalb muss sich auch unsere Stadt darauf einstellen.

Für mich beginnt Hitzeschutz dort, wo Menschen ihren Alltag verbringen: auf Spielplätzen, in Kindergärten, auf Schulhöfen, in der Innenstadt und auf den Wegen dorthin. Jeder neu gestaltete Platz sollte selbstverständlich ausreichend Schatten bieten – durch große Bäume, begrünte Aufenthaltsbereiche oder dort, wo es nicht anders geht, durch zusätzliche Verschattung.

Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir Kinder stärker mitdenken. Eine Stadt, die für Kinder gut funktioniert, ist meist auch für ältere Menschen, Familien und alle anderen lebenswerter. Sitzgelegenheiten im Schatten, Trinkwasser, sichere Wege und kühlere Aufenthaltsorte helfen schließlich allen Generationen.

Offenburg hat hier noch viel Potenzial. Wir sollten den Klimawandel nicht nur verwalten, sondern unsere Stadt aktiv anpassen. Jeder neue Baum, jede entsiegelte Fläche und jeder schattige Aufenthaltsort ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.

Mein Ziel ist eine Stadt, in der niemand an heißen Tagen überlegen muss, ob der Weg in die Innenstadt oder zum Spielplatz überhaupt noch zumutbar ist. Eine kinderfreundliche Stadt ist immer auch eine klimafreundliche Stadt.

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